Wenn ich mit MusikerInnen, Kreativen, DienstleisterInnen und UnternehmerInnen über ihre Angebote spreche, höre ich oft diesen Satz, voller Empörung: “Nie würde mir jemand so viel Geld zahlen!” 

Demnach haben wir bereits unsere Entscheidung getroffen, dass ‘es’ NIE passieren wird. Es gibt keine Chance, jemals daran etwas zu verändern. 

Worte haben eine unglaubliche Macht. Denn Gedanken verwandeln sich in Worte. Und Worte in Taten. Und Taten führen Resultate herbei. Eben diese oder jene...

Wenn wir also NIE sagen, können wir uns niemals einem Experiment hingeben, das tatsächlich zu einer höheren Gage führen könnte. Das ist Fakt, kein Woo-Woo. Unser Körper wird von unseren Gedanken bestimmt. Ich stelle mir das vor wie Gummibänder, die hinten am Rücken festgemacht sind. Setzen wir uns beispielsweise das Ziel nächstes Jahr 100.000 Euro zu verdienen, und lassen uns derweil von Gedanken wie “das wird doch nie was” regieren, halten uns diese Gedanken wie starke Gummibänder zurück. Du möchtest expandieren und wachsen. Glaubst aber nicht dran. So kommst du nicht weiter. Es entsteht ein unüberwindbarer Widerspruch in dir, den manche auch als Selbstsabotage bezeichnen.

Es gibt noch ähnliche Worte:  

NIE würde dir jemand so viel zahlen”

DU BIST MusikerIn. Das ist unmöglich”

IMMER setze ich mir ein Ziel und dann schaffe ich es sowieso nicht”. 

Worte bauen unsere Realität und beeinflussen auch die Menschen um uns herum und wie sie agieren und reagieren - z.B auf unsere Gagen. Wenn du dich das nächste Mal ertappst beim negativ-Denken, frag dich doch mal ob dieser Gedanken denn wirklich absolut richtig ist:

Nie würde mir jemand so viel Geld zahlen”. Dieser Satz ist de facto nicht richtig, denn du hast keine Glaskugel, weder über dich selbst noch über die Gesellschaft und wie sich beides entwickeln wird. Korrekt wäre der Satz: “Bis jetzt hat mir noch niemand so viel Geld bezahlt.”

Bis vor einigen Jahren habe ich mir selbst auch erzählt, außer dem Singen nie etwas anderes machen zu können. Folglich gingen sämtliche Versuche doch was anderes zu tun schief. Schließlich änderte ich meine Selbst-Kommunikation und fing an aller Welt - meinem Mann, Tagebuch, Spiegelbild, meinen Kollegen - davon zu erzählen, dass ich bis 2020 etwas aufbauen werde, das mich glücklich macht und finanziert. Meine Handlungen änderten sich mit meinen Gedanken. Heute habe ich ein florierendes Business, beschäftige zwei MitarbeiterInnen, arbeite mit Menschen, die mich inspirieren, denke über ein Buch nach, wachse weiterhin (finanziell), habe zwei Kinder und bin nebenbei als Sängerin tätig. War diese frühere Aussage über mich selbst also exakt? Nein :)

Wie oben schon erwähnt, nennen einige Menschen, die Widersprüchlichkeiten in sich auch Selbstsabotage. Sie kommen verzweifelt zu mir und denken, all das ist schwierig loszuwerden und sie werden es nicht schaffen.

Dabei kann die Lösung auch ganz nah liegen: Achtsamkeit auf die eigene Kommunikation lenken. Negativ Gespräche vermeiden. Bestimmte Wörter verbannen, wenn man gerade dabei ist, den nächsten großen Schritt zu gehen.

In der Arbeit mit sehr erfolgreichen und ambitionierten Menschen ist das ein Schlüsselelement zu ihrem Erfolg. Diese Menschen sind meist schon so weit gekommen auf ihrem Weg. Sie haben Strategien aufgebaut, Disziplin bewiesen, eine große Vision. Das was sie aber nicht bemerken, dass sie noch ein für sie unsichtbares Gummiband zurückhält. Das ist das Gummiband der Übertreibungen, des negativen Selbstgesprächs. Dieses gräbt sich sehr tief ein in unser Inneres und führt genau zu den Handlungen, die uns abhalten zum nächsten Level zu gelangen.

Und deshalb möchte dir gerne den Vorschlag unterbreiten, für 2022 ein Experiment zu starten: 
Achte in deiner Kommunikation mit dir selbst und anderen auf Exaktheit, bereinige sie von Absolutismen und schau was mit dir passiert! Achte dabei auf folgende Worte, die dir vermutlich im Weg stehen: Immer, Nie, aber, Ich bin, Ich sollte, sowieso. 

Wer lässt sich auf das Experiment ein?
Achtung, es könnte dein Leben verändern!




Deine Sandra 

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